Skip to main content
Der Kiosk-Modus öffnet einen Agenten als eigenständige Vollbild-Seite — ohne iframe, ohne umgebende Webseite. Er ist für unbeaufsichtigte Displays gemacht, etwa einen Aufsteller, einen Empfangsbildschirm oder einen Messestand: Der Avatar füllt den ganzen Bildschirm, das Display bleibt wach, und nachdem ein Besucher das Gespräch verlässt, setzt es sich für den nächsten von selbst zurück.
Der Kiosk-Modus ist eine eigene Freigabe, unabhängig von der Website-Einbettung. Ein Agent kann als Kiosk verfügbar sein, ohne auf anderen Seiten einbettbar zu sein — und umgekehrt. Anders als beim Einbetten gibt es beim Kiosk keine Liste erlaubter Origins — die einzige Hürde ist der Kiosk-Schalter. Aktiviere ihn daher nur für Agenten, die als öffentliche Vollbild-Seite erreichbar sein sollen.

Voraussetzungen

1

Kiosk-Modus aktivieren

Öffne den Agenten im Dashboard, gehe zum Tab Bereitstellung und aktiviere im Abschnitt Kiosk-URL den Schalter Kiosk-Modus aktivieren. Nur freigegebene Agenten können als Kiosk laufen. Das Umschalten dieses Schalters wird sofort gespeichert — du kannst direkt testen, ohne den Agenten erst manuell zu speichern.
2

Kiosk-URL holen

Kopiere die fertige URL aus dem Dashboard oder scanne den QR-Code mit dem Gerät. Du kannst die URL auch wie unten beschrieben selbst zusammenbauen.
3

Zum Startbildschirm hinzufügen

Öffne die URL auf dem Gerät im Browser und füge sie zum Startbildschirm hinzu. Vom Startbildschirm gestartet läuft sie als echte Vollbild-Web-App, ohne Browser-Bedienelemente.

Schnellstart

Ersetze AGENT_ID durch die UUID deines Agenten (im Dashboard sichtbar). Öffne die URL direkt im Browser des Geräts — es gibt keinen iframe und keinen Einbettungs-Code zum Einfügen.

Query-Parameter

Alle Optionen werden als Query-Parameter an die /kiosk-URL gehängt. Ungültige Werte fallen automatisch auf den Standard zurück.
string
Standard:"open"
Mikrofon-Modus. open nimmt während des ganzen Gesprächs auf; ptt aktiviert einen Push-to-Talk-Button, über den der Besucher nur beim Halten spricht. In beiden Modi bleibt das Mikrofon geräteseitig geöffnet — der Mikrofon-Indikator bleibt an — damit die Audiowiedergabe durchgehend in voller Lautstärke läuft, auch auf iPad/iPhone (statt in der leiseren „Anruf”-Lautstärke). Siehe Ton & Lautstärke.
string
Standard:"de"
UI-Sprache der Bedienelemente. de oder en.
boolean
Standard:"true"
Ob der „Auflegen”-Button angezeigt wird. Im Kiosk-Modus ist er standardmäßig an, damit ein Besucher das Gespräch beenden kann; mit endCall=false wird er ausgeblendet.
number
Standard:"0"
Auto-Reset-Zeit in Sekunden. Nach dieser Inaktivität — während der Agent auf eine Eingabe wartet — endet das Gespräch und der Start-Screen kehrt für den nächsten Besucher zurück. Als Aktivität zählen sowohl Berührungen des Bildschirms als auch das Sprechen des Besuchers. 0 deaktiviert den Auto-Reset.
string
Standard:"on"
Diagnose-Schalter für die Tonausgabe. Standardmäßig läuft der Ton des Agenten über die Web-Audio-API des Browsers (on). Mit off spielt stattdessen direkt das Audio-Element. Nur zur Fehlersuche gedacht, etwa um Ton- oder Lippensynchronisationsprobleme auf Mobilgeräten einzugrenzen. Hinweis: In Firefox kann der Agent mit off im Kiosk-Browser stumm bleiben — den Schalter nach dem Test wieder entfernen.
string
Standard:"auto"
Diagnose-Schalter für die Tonausgabe auf Android. Standardmäßig (auto) wird der laute Systemlautsprecher bereits beim Einschalten des Mikrofons gewählt — der Ton ist damit von der ersten Sekunde an laut, ohne Aussetzer beim Verbindungsaufbau. Mit late wird erst nach dem Verbindungsaufbau umgeschaltet (das frühere Verhalten); das kostet ein bis zwei Sekunden ohne Ton und Mikrofon. Nur zum Vergleichen gedacht. Auf iOS und am Desktop ohne Wirkung, dort bietet der Browser keine solche Umschaltung an. Der Lautsprecher lässt sich nicht abschalten — auf Mobilgeräten wäre die Wiedergabe sonst zu leise.
string
Standard:"off"
Blendet mit on ein kleines Diagnose-Feld oben links ein: Pegel des Agent-Signals, aktives Audio-Gerät, Zustand der Audio-Ausgabe und Browser-Kennung. Gedacht für die Fehlersuche direkt am Gerät, ohne es an Entwicklerwerkzeuge anzuschließen. Ein Knopf kopiert die Werte in die Zwischenablage. Nach dem Test wieder entfernen — das Feld verdeckt einen Teil des Bildes.
Die Parameter border und hideTextChat aus dem Embedding funktionieren hier ebenfalls (Hintergrundfarbe und Ausblenden der Text-Chat-Eingabe).

Beispiel mit mehreren Optionen

Push-to-Talk, englische Oberfläche und ein Reset zum Start-Screen nach 60 Sekunden Inaktivität.
Mikrofon nicht verfügbar? Kann der Agent nicht auf das Mikrofon zugreifen, blendet der Kiosk einen Hinweis mit der konkreten Ursache ein — Zugriff nicht erteilt, Gerät von einer anderen App belegt oder kein Mikrofon gefunden — samt technischem Fehlercode. Darunter liegt der Button „Mikrofon aktivieren”: Ein Tipp darauf fordert den Zugriff erneut an, sodass der Browser seine Abfrage anzeigt. Das Gespräch selbst läuft weiter, der Text-Chat bleibt nutzbar, und der Push-to-Talk-Button leuchtet beim Halten nicht auf, solange kein Mikrofon aktiv ist.

Ton & Lautstärke

Damit der Agent auf einem Aufsteller gut hörbar ist, optimiert der Kiosk die Wiedergabe automatisch — je nach Gerät gibt es aber ein paar Stellschrauben.
  • iPad/iPhone: Der Ton läuft automatisch in voller Lautstärke, in beiden Mikrofon-Modi.
  • Android: Der Kiosk schaltet die Ausgabe automatisch auf den lauten Systemlautsprecher („Speakerphone”) statt auf die leise Ohrmuschel.

Lautstärke (Lautsprecher-Symbol)

Oben rechts, links neben dem Zahnrad, sitzt ein Lautsprecher-Symbol. Ein Tippen öffnet einen Regler mit Lauter und Leiser — er wirkt direkt auf die Wiedergabe des Agenten, unabhängig von der Lautstärke des Geräts. Die gewählte Stufe wird pro Gerät und Browser gemerkt und gilt auch für das nächste Gespräch.
Wann du ihn brauchst. Auf manchen Android-Geräten bleibt die Wiedergabe leise, obwohl „Speakerphone” ausgewählt ist und die Anruf-Lautstärke bereits am Anschlag steht. Ursache ist das Audio-Routing von Android, nicht der Kiosk — dieselbe Situation lässt sich dort auch durch einen Wechsel auf „Headset earpiece” und zurück auf „Speakerphone” auflösen. Der Lautstärke-Regler ist der direktere Weg und funktioniert auf allen Geräten.

Audio-Einstellungen (Zahnrad)

Rechts daneben blendet ein Zahnrad-Symbol ein kleines Einstell-Panel ein. Dort kannst du:
  • die Audioverarbeitung anpassen — Echo-Unterdrückung, Rauschunterdrückung, Auto-Pegel und Stimmisolation (standardmäßig alle aktiv),
  • das Audio-Gerät wählen. Auf Android erscheinen hier die Routing-Optionen des Systems, etwa „Speakerphone” (lauter Lautsprecher) und „Headset earpiece” (leise Ohrmuschel). Ist der Ton auf einem Android-Gerät zu leise, wähle hier „Speakerphone”.
Android: Anruf-Lautstärke. Sobald der Ton läuft, zeigt Android neben dem Lautstärkeregler ein kleines Telefonsymbol — die Lautstärke-Taste regelt dann die (getrennte) Anruf-Lautstärke, nicht die Medien-Lautstärke. Dreh sie am Gerät einmalig auf Maximum, damit der Kiosk laut genug ist. Reicht das nicht, hilft der Lautstärke-Regler oben rechts: Er wirkt zusätzlich und unabhängig davon.

Wenn das Mikrofon ausfällt

Bricht die Aufnahme während eines Gesprächs weg, merkt der Kiosk das und holt das Mikrofon selbst zurück — in den meisten Fällen bemerkt der Besucher nichts. Gelingt das nicht, erscheint ein Hinweis mit einem Knopf, der es erneut versucht. Scheitert das dreimal hintereinander, bleibt der Hinweis stehen — ein Tipp auf den Knopf startet einen neuen Anlauf.
Bluetooth-Headsets in Firefox auf Android. Zum Aufnehmen muss Android ein Headset vom Musik- auf das Telefonprofil umschalten. Firefox verwaltet diesen Wechsel unzuverlässig: Die Aufnahme kann abreißen, obwohl das Headset verbunden bleibt, und das Headset taucht in der Geräteauswahl gar nicht erst auf — dort steht nur „Default audio input device”. Hilft der Knopf im Hinweis nicht weiter, trenne das Headset und nutze das Mikrofon des Geräts, oder wechsle zu Chrome. Mit Chrome und Samsung Internet tritt das Problem nach unseren Tests nicht auf.

Vollbild auf dem Gerät

Für echtes Vollbild ohne Adressleiste fügst du die Kiosk-URL zum Startbildschirm des Geräts hinzu und startest sie von dort. Nutze dafür das Teilen-Menü des Browsers (z. B. „Zum Startbildschirm hinzufügen”) — die Seite ist als eigenständige Web-App konfiguriert und öffnet sich daher ohne Bedienelemente.

Auto-Reset bei Inaktivität

Mit gesetztem idle-Parameter erholt sich ein unbeaufsichtigter Kiosk von selbst: Verlässt ein Besucher das Gespräch, beendet der Agent die Sitzung nach der konfigurierten Inaktivität und kehrt zum Start-Screen zurück — bereit für die nächste Person. Als Aktivität zählt alles, was im Gespräch tatsächlich passiert:
  • jede Berührung des Bildschirms,
  • der Besucher spricht — wichtig im Modus mic=open, in dem es keinen Push-to-Talk-Button gibt, den man berühren könnte: Auch ein langer Redebeitrag ohne jede Berührung hält das Gespräch am Leben,
  • der Agent spricht — eine ausführliche Antwort wird nie abgeschnitten, auch wenn sie länger dauert als die eingestellte Zeit.
Der Timer beginnt also erst zu laufen, wenn beide Seiten schweigen.
Hintergrundgeräusche. Damit ein Kiosk in lauter Umgebung — etwa auf einer Messe — nicht dauerhaft „wach” bleibt, zählt bloßer Geräuschpegel am Mikrofon nur begrenzt: Liefert die Spracherkennung dazu keinen Text, kehrt der Kiosk spätestens nach dem Dreifachen der eingestellten Zeit zum Start-Screen zurück.

Mikrofon nach längeren Pausen (iPad/iPhone)

Safari behandelt den Mikrofonzugriff nicht als dauerhafte Berechtigung, sondern als Freigabe für die gerade laufende Aufnahme. Endet ein Gespräch — etwa durch den Auto-Reset — und ruht das Gerät danach längere Zeit, verwirft Safari die Freigabe. Beim nächsten Start fragt der Browser deshalb erneut nach; wird die Abfrage nicht bestätigt, erscheint der Hinweis mit dem Button „Mikrofon aktivieren”. Der Button fordert den Zugriff in einer frischen Berührung erneut an — nur darin zeigt Safari die Abfrage überhaupt an. Für einen unbeaufsichtigten Aufsteller empfiehlt sich daher:
  • Mikrofon dauerhaft erlauben: Steht die Berechtigung auf Erlauben statt auf Fragen, entfällt die wiederholte Abfrage. Dafür gibt es zwei Wege (siehe unten).
  • Auto-Sperre auf „Nie” stellen (Einstellungen → Anzeige & Helligkeit → Automatische Sperre), damit das Gerät nicht in den Ruhezustand geht.
  • Geführten Zugriff aktivieren, damit der Kiosk nicht versehentlich verlassen wird.

Mikrofon dauerhaft erlauben

  1. Kiosk-URL in Safari öffnen.
  2. In der Adressleiste das Seitenmenü antippen — je nach iOS-Version das Symbol „aA” oder das Symbol links neben der Adresse.
  3. Website-Einstellungen wählen und Mikrofon auf Erlauben setzen.
Das ist die empfohlene Variante: Die Freigabe gilt nur für die Kiosk-Domain, alle anderen Websites fragen weiterhin nach.
Die Bezeichnungen der Menüpunkte unterscheiden sich je nach iOS-Version leicht („Website-Einstellungen” bzw. „Einstellungen für Website”). Die Auswahl lautet in allen Versionen Fragen, Verweigern oder Erlauben.
Wird der Kiosk vom Startbildschirm als Web-App betrieben (siehe Vollbild auf dem Gerät), verwaltet iOS deren Berechtigungen getrennt von Safari. Die Mikrofon-Freigabe muss dort einmal separat erteilt werden.

Nach Ruhezustand und Verbindungsabbruch

Ein Aufsteller steht ohne Betreuung — er muss sich auch dann fangen, wenn niemand da ist, der eingreift. Das Gerät war im Ruhezustand. War die Kiosk-Seite länger als eine Minute im Hintergrund — das iPad hat sich gesperrt, jemand hat die App gewechselt —, beendet der Kiosk beim Aufwachen ein noch laufendes Gespräch und zeigt wieder den Start-Screen. Das ist Absicht: Der Besucher von vorhin ist längst weg, und iOS erteilt die Mikrofon-Freigabe nur in einer frischen Berührung neu. Ein Tippen auf den Start-Button liefert deshalb verlässlich ein funktionierendes Mikrofon, während ein stillschweigend weitergeführtes Gespräch stumm bliebe. Kurzes Wegdrücken — unter einer Minute — unterbricht dagegen nichts. Die Verbindung ist abgebrochen. Verliert der Kiosk mitten im Gespräch die Verbindung zum Agenten (WLAN weg, Netzwechsel), versucht er zunächst still, sie wiederherzustellen. Gelingt das nicht, erscheint der Hinweis „Verbindung unterbrochen” mit dem Button „Neu starten”, der zurück zum Start-Screen führt. Reagiert niemand darauf, geht der Kiosk nach einer halben Minute von selbst dorthin zurück.
Ein Verbindungsabbruch sieht einem Mikrofonproblem zum Verwechseln ähnlich — das Gespräch verstummt —, ist aber keins: Das Mikrofon arbeitet, es lässt sich nur nichts mehr übertragen. Deshalb bekommt er einen eigenen Hinweis; die Aufforderung, den Mikrofonzugriff zu erlauben, würde hier nicht weiterhelfen.

Display-Wachhalter (Wake-Lock)

Solange eine Kiosk-Seite geöffnet ist, fordert sie einen Screen-Wake-Lock an, damit das Display im Betrieb nicht abdunkelt oder sich sperrt. Der Lock wird automatisch erneut angefordert, nachdem das Gerät kurz geschlafen hat oder die Seite wieder in den Vordergrund kommt. In Browsern ohne Wake-Lock-Unterstützung funktioniert der Kiosk trotzdem — der Bildschirm folgt dann einfach den normalen Energiespareinstellungen des Geräts.